Die Kreisverbände von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Mönchengladbach und im Kreis Viersen fordern einen durchgehenden zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Rheydt-Odenkirchen bis Kaldenkirchen. Die aktuellen Engpässe gefährden nicht nur die Zuverlässigkeit im Nah- und Fernverkehr, sondern auch zentrale Planungen zur Verkehrswende in der Region.
„Der Ausbau ist längst überfällig“, sagt Ilka Bresges, Sprecherin der Grünen Mönchengladbach. „Verspätungen und Zugausfälle auf der RE 13 treffen Pendlerinnen und Pendler täglich hart und das liegt nicht nur am Fahrzeugmangel, sondern auch daran, dass internationale Güterzüge Vorrang haben. Die Eingleisigkeit ist ein strukturelles Problem, das sich durch einen umfassenden Ausbau beheben lässt. Dafür müssen jetzt Gelder freigesetzt werden eine Investition in die Zukunft unserer Region, für die Menschen vor Ort.“
Auch auf der Strecke zwischen Kaldenkirchen und Dülken kommt es regelmäßig zu Rückstaus und Anschlussverlusten. „Ohne durchgehende Zweigleisigkeit können wir an der Situation nichts verbessern. Verbindungen werden nur besser, wenn die Infrastruktur es hergibt. Da muss jetzt mit Nachdruck dran gearbeitet werden. Wir müssen die Menschen mitnehmen und echte Alternativen zum motorisierten Individualverkehr schaffen“, betont Karsten Dakalakis vom Vorstand der Grünen Mönchengladbach. Geplante Maßnahmen wie die neue S6 zwischen Köln und Mönchengladbach oder eine stündliche Verlängerung des RE 8 nach Venlo können nicht umgesetzt werden, wenn hier nicht bald etwas passiert.
„Unsere Region hat Potenzial, ein europäischer Knotenpunkt im Schienenverkehr zu werden, wenn wir jetzt investieren“, sagt Anja Degenhardt vom Grünen-Kreisverband Viersen. Der Ausbau sei sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr zwischen Rheinland, Niederrhein und den niederländischen Seehäfen unverzichtbar.